Enttäuschung

07.08.2012

Ja, eigentlich geht es den meisten Menschen so, dass sie enttäuscht sind. Sie haben Erwartungen an ihr Leben und an sich gehabt, dass sie etwas ganz Besonderes sind, dass sie im Mittelpunkt des Universums stehen. Diese Erwartungen sind nicht erfüllt worden. Es ist nicht eingetroffen, was sie sich eingebildet haben. Sie hatten und haben ein Bild von sich, dass sie sich die Welt erobern können, dass ihnen – zumindest in ihrem kleinen Bereich wie der Familie und in den Beziehungen - alles zu Füßen liegen würde. Könnt ihr euch denken, dass dieses Bild nicht durch Meinen Einfluss entstanden war? Diese Illusionen, die da so in euren Köpfen herumschwirrten, dass diese ein hochmütiges Denken eures Egos war, weil Ich in diesem Denken keinen Platz hatte oder man Mich sozusagen für sich vereinnahmen wollte, dass Ich diesen Träumen dienen sollte. So ging es natürlich nicht. Man kannte Mich nicht. Man liebte Mich nicht oder Ich sollte Mich diesen Menschen unterordnen. Man war oder ist ein Kind der Welt und kein Gotteskind und achtete Mich nicht oder viel zu wenig. Und man lebte im Grunde genommen auf eine Art – man könnte es sagen – wie in Hanoch1) , Babel2) oder in Sodom und Gomorra3), d. h. man war hochmütig. Man stellte sich über Mich, sich unterordnen und auch Mir unterordnen, wollte man schon gar nicht. Man wollte erst mal das Leben auskosten und mit seiner Gier aus der Welt herausholen, was nur herauszuholen war.

Doch da Ich jeden einzelnen von euch liebe, Mich um jeden kümmere, musste Ich euch euer Kreuz zulassen, denn wie man sagt: „Hochmut kommt vor den Fall“. So seid ihr dadurch gefallen, habt ihr Leid und Krankheit kennengelernt, da ihr gesündigt habt. Ihr habt euch nicht um die göttliche Ordnung gekümmert. Ihr habt nicht danach gestrebt, ein Gotteskind zu sein oder zu werden. Und so habt ihr dann andere Menschen verletzt und wurdet verletzt. Ihr wurdet in eurer Seele durch die Verletzungen und das Leid und die Krankheit, die ihr erhalten habt, erschüttert. Und diese Erschütterung und Enttäuschung, dass es nicht so nach den Träumen, den Illusionen, in eurem Leben gelaufen ist, wie ihr es euch ausgemalt bzw. vorgestellt hattet, hat euch dann in schlechte Gedanken geführt, in Vorwürfe und Schuldzuschreibungen an das Leben allgemein, an die anderen Menschen, auch an euch selbst. Das hat euch dann in eine trotzige Haltung geführt, in Vorhalten, in Geschimpfe, in Forderungen, in Groll und Hadern.

Letztlich bin so Ich Schuld daran, dass es euch schlecht ging und geht. Das zeigt sich auch darin, wenn ihr euch Sorgen macht und Angst habt vor der Zukunft, was alles Negatives passieren könnte, wenn ihr es nicht tragen könnt, wenn ihr nicht geliebt werdet, wenn ihr beschimpft werdet, auch wenn eure Liebsten aus dem Erdenleben genommen werden. So seid ihr sozusagen in einem Teufelskreis der schlechten Gedanken. Aus den Gedanken entstehen negative Energien und diese werden dann zu negativen Handlungen. Es kommt auch dieses Negative, vom gegnerischen Geist Besetzte von den anderen Menschen wieder zu euch zurück. Denn ihr nehmt so euer Kreuz nicht an, weil ihr es nicht wollt und es nicht einseht, dass ihr es euch selbst durch eurer falsches Denken und Handeln, durch euer Sündigen, auf euch geladen habt.

So schaltet doch einmal um. Nehmt Mich an, der für euch am Kreuz gestorben ist, obwohl Ich nicht gesündigt hatte. Ich habe euer Kreuz getragen. Ich habe dadurch den Weg für euch frei gemacht und euch gezeigt, dass ihr euer Kreuz tragen sollt, dass ihr Mich bitten könnt, euch dabei zu helfen und euch aus dem Sumpf euer falschen Gedanken und falschen Taten herauszuführen, an Mich zu glauben, auf Mich zu vertrauen, keine Sorgen mehr zu haben, keine Ängste mehr zu haben, euch und das Leben anzunehmen und nur noch in Meiner Liebe leben zu wollen, die Liebe ausüben zu wollen und dann auch in die Tat danach zu kommen. So gebt eure falschen Träume und euer falsches Leben auf und richtet euch nach Meinem Willen aus. Lernt dieses immer mehr und mehr, bittet Mich um Vergebung, auch alle, die ihr verletzt habt. Vergebt denen, die euch verletzt haben und euch selbst. Gebt das alles und was in der Vergangenheit negativ gelaufen ist, dann Mir ab. Rührt diese Vergangenheit nicht immer wieder durch schlechtes Reden darüber auf. Gebt eure kritische Haltung auf. Ändert euch. Lasst die Vergangenheit los. Gebt sie Mir ab.

Ich sagte euch diese Dinge schon des Öfteren, aber Ich muss sie immer wieder sagen, weil es viele Meiner Kinder immer noch nicht begriffen haben oder nicht richtig begriffen haben, dass sie durch ihre falschen Einstellungen, ihr falsches Denken, ihre falschen Muster und Gewohnheiten, ihr falsches Handeln all dies Unglück selbst hervorrufen, was ihnen vermeintlich zustößt. Beachtet dies doch einmal. Denkt darüber nach und kommt in die demütige Liebe. Tut nach Meinen Empfehlungen. Arbeitet an euch und an euren Ausrichtungen. Richtet euch auf Mich aus. Stellt Mich in den Mittelpunkt eures Lebens. Und es wird euch besser und besser gehen, ihr immer glücklicher werden, geheilt und erlöst. Ich stärke euch dann und ihr werdet auch die Früchte eurer demütigen Liebe zu Mir und euren Nächsten an euch und den anderen sehen, wenn ihr euch endlich einmal selbst verleugnet, euch nicht mehr so wichtig nehmt, euch Meinem Willen unterordnet, euch mit eurem eigenen Geist in euch vereint, der nur immer wieder unterdrückt wird, wenn ihr in diesem „Haben-Wollen“ für euch selbst steht, indem ihr falsche Liebe, Wohlleben und/oder Geld, Macht und Einfluss, Anerkennung usw. euch noch erwerben wollt. Lasst dieses Falsche, dieses Sündige immer mehr. Weist es von euch. Weist die schlechten Gedanken von euch. Lasst es nicht zu, dass sie euch immer wieder herunterziehen. Kommt zu Mir. Ich allein bin euer Heiland, euer Helfer in der Not.

Amen.


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1) Stadt und auch später Reich nach dem Gründer Hanoch (Sohn des Cahins bzw. Kains) benannt. Dort lebten die Kinder der Tiefe. Über die Gottferne der Kinder der Tiefe, die Bekehrung der Hanochiten und die wechselvolle Geschichte wird in der „Haushaltung Gottes“ (Lorber) berichtet. Hanoch ging durch die Sintflut (Südflut) unter.

2) Auch Babylon genannt (s. 1. Mose, Kap. 11). Dort wird das von den Babyloniern durchgeführte Turmbau-Vorhaben als Versuch der Menschheit gewertet, Gott gleichzukommen. Wegen dieser Selbstüberhebung strafte Gott die Völker, die zuvor eine gemeinsame Sprache hatten, mit Sprachverwirrung und zerstreut sie über die ganze Erde.

3) Sodom und Gomorra waren zwei Städte im Alten Testament, die wegen der Sünde ihrer Einwohner von Gott vernichtet wurden. Dort war ein Ort zügellosen, unkontrollierbaren Geschehens. Sodom und Gomorra wurden von Gott vernichtet, indem Er Schwefel und Feuer auf sie herabregnen liess. (1. Mose Kap. 19)

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